Die Geschichte zu Rosenfeld und dem Fruchtkasten

Die Geschichte dieser südwürttembergischen Siedlung und späteren Stadt war sehr bedeutend und erlangte in jener Zeit sogar wesentlich mehr Bedeutung als das heute viel größere Balingen.

Die Herren von Rosenfeld pflegten enge Beziehungen zu den Geschlechtern von Zimmern, zu den Herren von Schalksburg und zu den Zähringern von der Teck. Durch die Übernahme von den Grafen von Württemberg im Jahr 1305 wurde Rosenfeld zu einer der vier stärksten Stadtfestungen Württembergs und bekam den Rang einer Vogtei über den kleinen Heuberg. Dies hielt bis 1808 an.

Der Fruchtkasten wurde 1495 von Eberhard I. im Bart, dem württembergischen Herzog, in Auftrag gegeben, aber erst unter Herzog Christoph von Württemberg gebaut und 1581 fertiggestellt. Der Fruchtkasten besteht komplett aus Feldsteinen, im Gegensatz zu den anderen drei „Kästen“ die in dieser Zeit gebaut wurden. Diese sind noch Fachwerkbauten.

Zweck des Fruchtkastens war, für mögliche Nöte gewappnet zu sein und somit die armen Bürger zu versorgen. Herzog Eberhard stellte sogar selbst jährlich 300 Gulden zur Verfügung um Getreide einlagern zu lassen. Dieses konnten dann notleidende Bürger kostenlos abholen.

Heute wird der Fruchtkasten für Veranstaltungen genutzt und beherbergt seit 1982 das Heinrich-Blickle-Museum, in welchem gusseiserne Ofenplatten ausgestellt sind.